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Besonderheiten von Staatsanleihen

Der Unterschied zwischen Unternehmensanleihen und Staatsanleihen ist relativ gering. Der wohl wesentliche Unterschied liegt in der Bonität. Ein Staat ist in der Regel mit einer besseren Bonität ausgestattet als ein einzelnes Unternehmen in diesem Staat, auch wenn man diese Aussage nicht verallgemeinern darf.

Staatsanleihen als Finanzierungsgrundlage

Der Staat finziert sich in den meisten Ländern dieser Welt hauptsächlich aus den Einnahmen von Steuern. Doch woher nimmt ein Staat das Geld, wenn er nicht genügend Einnahmen generiert? Die Antwort ist simpel, er leiht sich das Geld bei seinen Bürgern und unter Umständen auch von Personen aus anderen Staaten.

Dies geschieht wie folgt: Wenn der Staat Geld benötigt, um den Bau oder Kauf eines neuen Jagdflugzeugs oder eines Schulgebäudes zu finanzieren, dann begibt er oftmals Anleihen. Obwohl sich diese Staatsanleihen als auch Unternehmensanleihen in einzelnen Vertragspunkten unterscheiden können, so haben sie alle 3 Hauptcharakteristika gemeinsam:

  1. Laufzeit der Anleihe ist definiert
  2. es besteht ein Kreditrisiko
  3. steuerliche Behandlung 

Wechselwirkung Anleihekurs und Zinssatz

Anleihekurs und Zinssatz haben eine hohe negative Korrelation zueinander, was im Wesentlichen auf das zu entlohnende Risiko zurückzuführen ist. Der Zinssatz steigt in Folge eines zunehmenden Risikos, was sich auch in fallenden Anleihekursen widerspiegelt.

Der folgende Chart zeigt die gegenläufige Bewegung von Zins (rot) und Anleihekurs (blau) der 10-jährigen U.S.-Staatsanleihen:

Steigt der Zins bzw. das Risiko, dann fällt der Anleihekurs und umgekehrt.

 

Staaten mit unterschiedlicher Bonität

Wie wir bereits gelernt haben, hat die Bonität einen sehr großen Einfluss auf die Rendite der Anleihe, aber auch Änderungen der Bonität während der Laufzeit haben Auswirkungen auf den Marktpreis einer Anleihe.

Staaten mit schlechter Bonität

Ein Staat mit schlechter Bonität kann aufgrund des erhöhten Kreditausfallrisikos nur Anleihen emittieren, die einen relativ hohen Zins bieten. Ändert sich die Bonität des Staates und verbessert sich, dann führt dies zu einem geringeren Zins und steigenden Anleihekursen.

Staaten mit guter Bonität

Ein Staat mit guter Bonität kann aufgrund des geringeren Risikos Geld auf dem Finanzmarkt zu einem geringeren Zinssatz beschaffen. Auf diese Weise konkurrieren die Staaten auf dem freien Markt miteinander um die begrenzten Mittel, die zur Verfügung stehen. In Zeiten großer Unsicherheit scheuen die Finanzmarktteilnehmer das Risiko und suchen die Sicherheit, was dazu führt, dass Staaten mit schlechter Bonität ihren Zinssatz von neuen Anleihen weiter anheben und Länder wie Deutschland zu einem extrem geringen Zinssatz Kapital beschaffen können. Dies geht so weit, dass Staaten sogar Zinsen dafür bekommen, dass sie Kapital nehmen. Oder anders ausgedrückt: Leute zahlen dafür, dass ihr Geld sicher ist.

Die folgende Übersicht zeigt dir die aktuellen Zinssätze (Stand 30.05.2018) für 10-jährige Staatsanleihen einiger Länder:

Allein anhand der Zinssätze kann man deutliche Rückschlüsse auf die Bonität der einzelnen Staaten ziehen. So gilt die Türkei zum Beispiel als sehr risikoreich und die Schweiz als sicherer Hafen, wo man derzeit sogar 0,12% Zinsen zahlen muss, um dort sein Geld anzulegen.

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