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4. Trendkanäle erkennen und verstehen

Preis- oder Trading-Kanäle sind eine Möglichkeit, Trends und Ranges innerhalb eines Charts zu visualisieren. Sie können helfen Preisniveaus zu finden, bei deinen es zu einer Kursumkehr kommen könnte.

Was ist ein Preis- oder Tradingkanal?

Immer, wenn sich der Kurs eines Wertpapiers über einen längeren Zeitraum innerhalb von zwei Trendlinien befindet, wird gesagt, dass das Wertpapier innerhalb eines Kanals pendelt.

Ein solcher Kanal kann entweder durch zwei parallele Trendlinien gezeichnet werden oder durch ein Channel-Tool innerhalb deiner Charting Software. Egal welche Methode du wählst, es benötigt stets einen manuellen Vorgang, um einen Kanal in deinen Chart einzuzeichnen.

Einen Preiskanal identifizieren

Immer wenn sich der Kurs in einem Aufwärtstrend befindet, wie es in der nachfolgenden Abbildung dargestellt ist, wird dies als ansteigender Kanal bezeichnet.

Immer wenn sich der Kurs, wie in der nachfolgenden Abbildung dargestellt, in einem Abwärtstrend befindet, wird die als absteigender Kanal bezeichnet.

Wenn sich der Preis innerhalb einer Range zwischen Unterstützung und Widerstand befindet, wie nachfolgend dargestellt, nennt man dies einen horizontalen Kanal.

Liegt ein Aufwärts- oder Abwärtstrend vor, kannst du du in vielen Fällen einen Kanal einzeichnen.

Dafür musst du zwei Linien zeichnen. Die erste verbindet die Lows von mindestens zwei Candlesticks miteinander, während die zweite Linie die Highs von mindestens zwei Candlesticks miteinander verbindet. Es ist egal, wenn zwei oder mehr Candles aus dem Kanal herausstechen, trotzdem sollten sich die meisten Candlesticks innerhalb der Kanalgrenzen befinden, damit der Kanal eine gewisse Aussagekraft hat.

Warum bleibt der Preis innerhalb des Channel?

Channel sind im Wesentlichen sich selbsterfüllende Prophezeiungen und funktionieren deshalb, weil viele Trader diesen Kanal erkannt haben und sie diesen ebenfalls zum traden nutzen. Je mehr Trader denselben Kanal nutzen, desto öfter wird dieser Kanal für Ein- und Ausstiege genutzt.

Um dies zu veranschaulichen, wirf einen Blick auf die Abbildung rechts, welche ein imaginäres Wertpapier darstellen soll, welches noch nie vorher gehandelt wurde. Zu Beginn ist dieses Wertpapier mit $1 notiert. Da reges Interesse an der Anlagemöglichkeit besteht, steigt der Preis auf $4,5.

Anhand des Charts kannst du sehen, dass Anleger, die das Wertpapier für $1 gekauft haben, bei einem Wert von $4,5 das Gefühl haben, dass sie genug Profit gemacht haben und deswegen ihre Anteile verkaufen. Dadurch überwiegt das Angebot die Nachfrage und der Preis sinkt. Dies sorgt dafür, dass die anderen Anleger ihre Gewinne sichern wollen und deswegen ebenfalls beginnen ihre Wertpapiere zu verkaufen. Dies sorgt dafür, dass der Preis bis auf $2 fällt.

Dieser Preis kann von einigen Tradern als günstig aufgefasst werden, da das Wertpapier ja schon einmal $4,5 erreicht hat, weswegen sie erneut kaufen.

Sobald das Wertpapier auf $5 gestiegen ist, könnten sich die Anleger überlegen, dass der Preis zu hoch ist, da es beim letzten Mal bei $4,5 einen Kurseinbruch gab. Daher verkaufen sie ihre Anteile - unter dem Druck der Verkäufer fällt der Preis, bis er $2,5 erreicht. Dieser Preis wird gegenüber $5, den das Wertpapier als Höchstpreis erreicht hatte, als günstig betrachtet, wodurch das Wertpapier wieder gekauft wird.

Trader können diesen Preisverlauf - das Zick-Zack des Kurses - in ihren Charts sehen. Im rechten Bild kannst du sehen, dass dieses Zick-Zack Highs 1 und Lows 2 produziert hat, welche von Tradern genutzt werden können um Trendlinien einzuzeichnen. Dadurch entsteht ein Kanal. Ein Kanal kann einige Zeit getradet werden, bevor es zu drastischen Änderungen im Markt gekommen ist, wodurch der Preis aus dem Kanal ausbricht. Damit ist der Kanal selbst nicht mehr gültig ist und kann somit auch nicht mehr getradet werden.

Nutzung von Kanälen zur Entscheidungsfällung

Der einfachste Weg einen Kanal zu nutzen, ist anzunehmen, dass der Preis innerhalb der Grenzen bleibt. Du wirst also short gehen, wenn der Kurs die obere Begrenzung berührt und long gehen, wenn er die untere Grenze berührt.

Im folgenden Chart pendelt der Kurs zwischen den ansteigenden Trendlinien, welche einen ansteigenden Kanal ausbilden. Dies erzeugt Kauf- und Verkaufsmöglichkeiten.

  1. Der Preis durchbricht den Kanal und schließt außerhalb.

Kanäle sind ein sehr mächtiges Werkzeug und sehr viele Trader befolgen sie. Das bedeutet, dass, wenn der Preis aus dem Kanal ausbricht, dieser Ausbruch falsch gewesen sein könnte und der Preis wieder in den Kanal zurückfällt. Um darauf nicht hereinzufallen, solltest du warten, bis die Candle außerhalb des Kanals schließt und dich erst dann in den Markt wagen. Eine noch konservativere Variante ist es, zu warten, bis sich der Ausbruch durch einen erneuten Test der Linie verifiziert hat.

 

Nutzung von Kanälen in der Analyse multipler Zeitrahmen

Die dritte Möglichkeit, um mit Kanälen zu traden, ist es, sie als Anhaltspunkt zur Analyse mehrerer Zeitrahmen zu nutzen. Das bedeutet, dass, wenn sich der Kurs des Wertpapiers auf einem höheren Zeitrahmen an der oberen Begrenzung des Kanals befindet, du auf niedrigerem Zeitrahmen mit einem engeren Stop Loss short gehen kannst. Genauso kannst du auf niedrigeren Zeitrahmen long gehen, wenn sich der Kurs auf einem höheren Zeitrahmen an der unteren Begrenzung des Kanals befindet.

Im folgenden Chart ist auf einem höheren Zeitraum deutlich ein Kanal zu erkennen.

  1. Swing Highs und Lows bestätigen den Kanal
  2. Mögliche Tradingoptionen - Details siehe unten

Im nächsten Chart ist derselbe Kanal auf einem niedrigeren Zeitrahmen abgebildet. Dadurch ist es möglich, potentielle Punkte zum Einstieg in den Markt genauer zu erkennen.

  1. Potentieller Einstieg um Long zu gehen an der unteren Begrenzung des Kanals.
  2. Potentieller Einstieg um Short zu gehen an der oberen Begrenzung des Kanals.

 

Zusammenfassung

Bis hierhin hast du gelernt, dass ...

  • ...ein Channel gezeichnet werden kann, wenn der Preis zwischen zwei Begrenzungen pendelt.
  • ... es drei verschiedene Sorten von Kanälen gibt: Ansteigende in Aufwärtstrends, absteigende in Abwärtstrends und horizontale, wenn sich der Markt ohne klare Richtung bewegt.
  • ... ein ausgebildeter Channel immer von vielen Tradern entdeckt und genutzt wird, wodurch er zu einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung wird.
  • ... du Möglichkeiten finden kannst short zu gehen, wenn der Preis die obere Begrenzung berührt und Möglichkeiten long zu gehen, wenn er die untere Begrenzung berührt.
  • ... du auch den Ausbruch traden kannst.
  • ... du mehrere Zeitrahmen analysieren kannst, um Einstiege mit geringerem Risiko zu finden.
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