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05. Auswirkungen korrelierender Märkte auf das Forex-Trading

Von Markt-Korrelation spricht man, wenn sich der Kurs von zwei oder mehreren Märkten parallel bewegt. Märkte korrelieren positiv, wenn der Kurs eines Assets steigt, weil der Kurs eines anderen Assets ebenfalls steigt. Oder sie korrelieren negativ, wenn der Kurs eines Assets steigt, weil der Kurs eines anderen fällt.

Von Markt-Korrelation spricht man, wenn sich der Kurs von zwei oder mehreren Märkten parallel bewegt.

Die Gründe für Markt-Korrelation können sich unterscheiden. Sie zu kennen, gibt Tradern eine Grundlage für die Bestimmung zukünftiger Kursbewegungen.

Es ist wichtig, zu wissen, dass Markt-Korrelationen in bestimmten Situationen wie Finanzkrisen oder bei anderen Arten von wirtschaftlichen Schocks bzw. durch Änderungen der Rahmenbedingungen zusammenbrechen können.

Die Kapitalbewegungen zwischen den Märkten führen zu Korrelation

Am besten lassen sich die zugrunde liegenden Prinzipien verstehen, wenn man den Kapitalfluss zwischen den Märkten betrachtet.

Positive Korrelation zwischen Gold und dem australischen Dollar

Der australische Dollar korreliert positiv mit dem Goldpreis. Das liegt daran, dass Australien einer der wichtigsten Goldproduzenten und -exporteure ist. Um Gold von australischen Produzenten kaufen zu können, müssen die Käufer ihre jeweilige Währung in australische Dollar umtauschen.

Wenn der Goldpreis steigt, dann benötigen die Käufer mehr australische Dollar, um Gold zu kaufen. Dadurch erhöht sich die Nachfrage nach dem australischen Dollar und sein Wert steigt im Vergleich zu anderen Währungen. Also besteht eine Korrelation zwischen dem Goldpreis und dem australischen Dollar.

Negative Korrelation zwischen US-Dollar und Goldpreis

Unter normalen Umständen versuchen Investoren, Geld durch Investitionen in Instrumente wie Bonds oder Aktien zu machen, die an den Finanzmärkten der USA getradet werden. Aufgrund der häufig starken Volatilität und der hohen potenziellen Verluste in diesen Märkten werden diese Investments als risikoreich betrachtet. Allerdings bergen sie auch beträchtliche Gewinnmöglichkeiten.

Unter normalen Umständen ist die Korrelation zwischen dem US-Dollar und dem Goldpreis negativ.

 

Gold ist zwar immer wertvoll, aber gewöhnlich engagieren sich Investoren unter normalen Umständen lieber im US-Wertpapiermarkt, wo sie höhere Profite vermuten. Dadurch ist die Nachfrage nach Gold vergleichsweise gering. Infolgedessen wird Kapital aus Gold-Investments abgezogen und in amerikanische Wertpapiere investiert. Um in den USA Wertpapiere kaufen zu können, benötigt man US-Dollar, weswegen bei steigender Nachfrage nach amerikanischen Wertpapieren auch die Nachfrage und somit der Wert des US-Dollars steigt. Daher ist die Korrelation zwischen dem US-Dollar und Gold negativ.

In Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit verlieren Investoren möglicherweise das Interesse an riskanten Assets wie amerikanischen Wertpapieren oder Bonds und leiten ihr Kapital in sichere Anlagen wie Gold um. Sie verkaufen ihre riskanten Anlagen gegen US-Dollar und kaufen Gold auf dem Weltmarkt. Die Nachfrage nach dem US-Dollar ist gefallen, wohingegen die Nachfrage nach Gold gestiegen ist. Also sinkt der Wert des US-Dollars und der Goldpreis steigt.

Marktkorrelationen können zusammenbrechen

Es gibt Zeiten, zu denen die normale Korrelation zwischen Märkten zusammenbrechen kann.

Um dies zu verdeutlichen, werden wir erneut die Korrelation zwischen US-Dollar und Gold betrachten. Wir haben gesehen, dass Investoren in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche das sichere Investment in Gold suchen und den US-Dollar verkaufen.

Marktkorrelationen können in anormalen wirtschaftlichen Situationen zusammenbrechen. Die Investoren suchen zum Beispiel in einer Krise alle möglichen sicheren Investments und können damit die gewöhnliche Korrelation zum Zusammenbruch bringen.

 

In anormalen Situationen wie einer Krise hingegen, kann dieses Marktverhalten zusammenbrechen. Die Wirtschaft könnte sich so stark verschlechtern, dass die Investoren neben Gold alle möglichen Arten sicherer Investments, einschließlich US-Schuldverschreibungen suchen. Um US-Schuldverschreibungen kaufen zu können, benötigt man zuerst US-Dollar, sodass der Dollarkurs aufgrund der stärkeren Nachfrage steigt. Auch das als sichere Anlage geltende Gold wird stärker nachgefragt.

In diesem Fall werten sowohl der Dollarkurs als auch der Goldpreis auf, sodass die negative Korrelation zusammenbricht.

Nutzung von Markt-Korrelation beim Traden

Trader können korrelierende Märkte nutzen, um künftige Kursbewegungen in einem Markt aus der Entwicklung eines anderen Marktes abzuleiten.

AUD/USD und Gold

Unter normalen Umständen besteht, wie bereits beschrieben, eine positive Korrelation zwischen dem australischen Dollar und dem Goldpreis.

Nehmen wir an, verschiedene Berichte veröffentlichen negative Daten in Bezug auf die US-Wirtschaft. Das damit verbundene Risiko kann Investoren dazu bringen, Kapital aus dem Aktienmarkt abzuziehen. Damit fließt Kapital aus den Wertpapiermärkten ab und die Investoren suchen nach anderen Investments.

Die Investoren werden wahrscheinlich annehmen, dass Gold als sichere Anlage in turbulenten Märkten stärker nachgefragt wird. Den Tradern ist bewusst, dass Australien ein wichtiger Goldproduzent ist und der australische Dollar wahrscheinlich aufgrund der steigenden Nachfrage nach Gold an Wert gewinnt. Ihnen ist auch bewusst, dass dafür wahrscheinlich US-Dollar verkauft werden. Daher sinkt voraussichtlich der Wert des US-Dollars, während der Wert des australischen Dollars steigt.

Dieses Wissen können Trader nutzen, um Trading-Chancen mit dem Währungspaar AUD/USD zu suchen.

Erdöl und der kanadische Dollar

Unter normalen Bedingungen gibt es eine positive Korrelation zwischen dem kanadischen Dollar und dem Erdölpreis.

Die USA sind der weltweit größte Verbraucher von Erdöl. Kanada wiederum ist derzeit einer der wichtigsten Erdölexporteure der Welt. Die kanadische Wirtschaft hängt sehr stark von den USA ab – 75% aller kanadischen Exporte und fast das gesamte Erdöl fließen in die Vereinigten Staaten.

Um kanadisches Erdöl zu kaufen, benötigen die US-Importeure kanadische Dollar. Wenn der Rohölpreis steigt, müssen die Importeure mehr US-Dollar in kanadische Dollar umtauschen, um Erdöl in Kanada kaufen zu können. Die Nachfrage nach dem kanadischen Dollar steigt während der US-Dollar weniger stark nachgefragt wird. Daher gewinnt der kanadische Dollar im Vergleich zum US-Dollar an Wert.

Der kanadische Dollar bietet Trading-Chancen, wenn die globalen Rahmenbedingungen einen Anstieg des Rohölpreises nahelegen. Angenommen ein Unwetter bringt die Erdölproduktion in Teilen der Vereinigten Staaten zum Erliegen. Da weniger produziert wird, ist das Angebot nach Erdöl nun geringer. Die Nachfrage hat sich allerdings nicht verringert, sodass der Rohölpreis steigt und, wie oben erklärt, der kanadische Dollar stärker nachgefragt wird. Trader können dieses Wissen nutzen und Trading-Chancen in Verbindung mit dem kanadischen Dollar suchen.

Die Aktienmärkte und der Schweizer Franken

Unter normalen Umständen korrelieren die Aktienmärkte negativ mit dem Schweizer Franken.

Der Schweizer Franken wird traditionell als sichere Anlage betrachtet. Daher fließt in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen mehr Kapital in den Schweizer Franken anstatt in risikoreiche Anlagen wie Aktien.

Wenn beispielsweise negative Berichte über die US-Wirtschaft veröffentlicht werden, kann das zu einem Kapitalabfluss aus dem amerikanischen Aktienmarkt hin zu sicheren Anlagen wie dem Schweizer Franken führen.

Die Investoren kaufen Schweizer Franken und lösen durch den Nachfrageschub einen Kursanstieg aus. Wenn also ein Trader einen Schwächung der US-Wirtschaft erkennt, dann kann er Trading-Chancen in Währungspaaren mit dem Schweizer Franken suchen.

 

Zusammenfassung

Bisher hast du gelernt, dass …

  • ... man von Markt-Korrelation spricht, wenn sich zwei oder mehrere Märkte parallel bewegen.
  • ... positive Korrelation bedeutet, dass der Kurs eines Assets steigt, weil der Kurs eines anderen Assets ebenfalls steigt.
  • ... positive Korrelation beispielsweise zwischen dem Goldpreis und dem australischen Dollar besteht.
  • ... negative Korrelation bedeutet, dass der Kurs eines Assets fällt, weil der Kurs eines anderen Assets steigt.
  • ... ein Beispiel für negative Korrelation der Zusammenhang zwischen dem US-Dollar und dem Goldpreis ist.
  • ... unter anormalen Umständen wie während einer Wirtschafts- oder Finanzkrise Markt-Korrelationen zusammenbrechen können.
  • ... Trader Korrelationen nutzen können, um Trading-Chancen zu finden. Wenn Nachrichten für einen bestimmten Markt veröffentlicht werden, kann der Trader nach Chancen in einem korrelierenden Markt suchen.
  • ... ein Beispiel für eine derartige Trading-Chance der Kauf von Gold oder australischen Dollar wäre, wenn die US-Wirtschaft negativen Einflüssen ausgesetzt ist.