Welcome to the new Tradimo learning platform. If you come from the previous version of Tradimo, you need to register again. Apologies for the inconvenience

Welcome to Tradimo! Here is our special offer for new users: Buy your first course now and get 10% off! 

0:00/4:13

Marktvolatilität

Was ist Volatilität?

Volatilität ist das Maß dafür, wie stark sich der Wert eines Assets während eines bestimmten Zeitraums ändert. Wenn ein Trader einen Asset kauft, dann erwartet er, dass dieser im Verlauf des Trades eine Wertsteigerung erfährt. Verkauft ein Trader hingegen einen Asset, dann nimmt er an, dass sich dessen Wert vermindern wird. Je stärker sich der Wert verändert, umso höher ist die Volatilität. Weist der Kurs eines Assets eine hohe Volatilität auf, dann ist das Trading risikoreicher, aber gleichzeitig auch potenziell profitabler. Wenn ein Asset hingegen eine geringe Volatilität aufweist, dann ist das Trading weniger riskant, das Profitpotenzial jedoch dementsprechend geringer. Volatilität kann auch als Markt-, Kurs- oder Tradingvolatilität bezeichnet werden.

Als Trader versuchst du immer, deinen Profit zu erhöhen. Assets mit starker Volatilität sind dazu gut geeignet, denn sie haben das höchste Profitpotenzial.

Wie misst man Volatilität?

Volatilität wird mithilfe bestimmter Indikatoren wie dem gleitender Durchschnitt, den Bollinger-Bändern oder Average True Range (ATR) gemessen. Jeder dieser Indikatoren misst die Volatilität eines Assets auf eine leicht unterschiedliche Weise und zeigt die entsprechenden Daten in einem anderen Format an.

Gleitender Durchschnitt

Der gleitende Durchschnitt wird direkt auf dem Kurs-Chart abgebildet und der Abstand zwischen dem gleitendem Durchschnitt und dem Kurs zeigt die Volatilität des Assets an. Je weiter der Kurs vom gleitenden Durchschnitt entfernt ist, umso höher ist die Volatilität des Assets.

Auf der folgenden Abbildung ist zwischen der Linie des gleitenden Durchschnitts und dem oberhalb verlaufenden Kurs ein großer Abstand, was von einer hohen Volatilität des Assets zeugt.

Die nächste Abbildung zeigt einen Asset mit geringer Volatilität; der gleitende Durchschnitt befindet sich nahe am derzeitigen Kurs.

Bollinger-Bänder

Ein weit verbreitetes Tool zur Messung von Volatilität sind Bollinger-Bänder. Sie bilden die Volatilität auf eine etwas andere Art und Weise ab. Gemeinsam mit dem Kurs werden verschiedene Linien angezeigt, die sich zusammenziehen, wenn die Volatilität niedrig ist und sich ausdehnen, wenn die Volatilität zunimmt. Ein Asset mit weit auseinander liegenden Bändern befindet sich in einem Stadium hoher Volatilität.

Die folgende Abbildung zeigt, wie Bollinger-Bänder auf einem Chart bei hoher Volatilität aussehen.

Auf der folgenden Abbildung ist ein Währungspaar mit niedriger Volatilität zu sehen.

Average True Range (ATR)

Eine weitere verbreitete Messmethode für Volatilität ist der ATR-Indikator. Dieses Tool misst die Volatilität und gibt einen dazugehörigen Wert aus. Anstatt also den Kurs im Vergleich zum gleitenden Durchschnitt oder den Bollinger-Bändern zu betrachten, gibt der ATR-Indikator einen Wert aus – je höher der Wert, umso höher die Volatilität.

Der ATR-Indikator zeigt darüber hinaus an, ob die Volatilität zu- oder abnimmt und welchen Wert die Volatilität zu einem bestimmten Zeitpunkt hat.

Auf der folgenden Abbildung siehst du einen Asset mit einer großen Spannweite, die sogar noch ansteigt, d.h. die Volatilität nimmt zu.

  1. Große Spannweite
  2. Sich vergrößernde Spannweite

Die folgende Abbildung zeigt einen Asset mit einer kleinen und abnehmenden Spannweite, was auf eine geringe Volatilität schließen lässt.

  1. Kleine SPannweite
  2. Sich verkleinernde Spannweite

Bitte beachte, dass der ATR-Indikator keine Schlussfolgerung bzgl. der Richtung des Trends zulässt. Er zeigt ausschließlich an, ob die Volatilität eines Assets zu- oder abnimmt. Geht die ATR-Linie nach oben, dann hat die Volatilität zugenommen.

Wie nutzt man Volatilität?

Ist die Volatilität niedrig und abnehmend, dann ist es sicherer, keine Trades mit dem entsprechenden Währungs-Paar zu platzieren, da die Wahrscheinlichkeit profitabler Kursbewegungen gering ist.

Wenn du jedoch eine große Kursbewegung wie z. B. einen Ausbruch erwartest, dann solltest du traden, solange die Volatilität steigt, denn wenn die Volatilität hoch ist, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit großer Kursbewegungen und profitabler Trades höher.

 

Zusammenfassung

Das hast du bis jetzt gelernt:

  • Volatilität ist ein Maß dafür, wie stark sich der Wert eines Assets verändert.
  • Je höher die Volatilität, desto größer das Profitpotenzial des jeweiligen Assets.
  • Die Volatilität eines Währungspaars kann mithilfe verschiedener Indikatoren bestimmt werden.
  • Wenn der gleitende Durchschnitt weit vom Kurs entfernt ist, dann ist das ein Indiz für hohe Volatilität. Befindet er sich nahe am Kursverlauf, dann bedeutet das, die Volatilität ist niedrig.
  • Bollinger-Bänder zeigen hohe Volatilität an, wenn sie sich voneinander entfernen. Wenn sie sich einander annähern, sinkt die Volatilität.
  • Ein steigender ATR-Wert zeigt hohe und ein fallender ATR-Wert niedrige Volatilität an.