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Liquidität zweiten Grades

Die Liquidität zweiten Grades zeigt die Fähigkeit eines Unternehmens, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu begleichen. Sie wird berechnet indem die Summe aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Forderungen durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens geteilt wird:

Liquidität zweiten Grades = (liquide Mittel + kurzfristige Forderungen)/kurzfristige Verbindlichkeiten

Da diese Berechnung das Inventar nicht als Asset des Unternehmens betrachtet, wird dieses Verhältnis als striktere Messung bezüglich der finanziellen Stärke des Unternehmens betrachtet als der Liquiditätskoeffizient. Daher wird die Liquidität zweiten Grades als "Feuerprobe" bezeichnet.

Das Inventar wird bei dieser Berechnung nicht mit einbezogen, da es in den meisten Unternehmenssektoren schwierig wäre, das Inventar in kurzer Zeit in Geld umzuwandeln.

Was ist der Unterschied zwischen dem Liquiditätskoeffizient und der Liquidität zweiten Grades? Die Liquidität zweiten Grades ähnelt dem Liquiditätskoeffizient, betrachtet das Inventar aber nicht als Asset des Unternehmens. Dies macht die Liquidität zweiten Grades zu einer zwingenderen "Prüfung" der Stärke eines Unternehmens im Worst-Case-Szenario.

 

Die Liquidität zweiten Grades misst daher, wie sich ein Unternehmen im Worst-Case-Szenario verhalten würde - beispielsweise wenn das Unternehmen aufgefordert werden würde, alle seine Verbindlichkeiten sofort zurückzuzahlen.

Anteilseigner halten generell Ausschau nach einer Liquidität zweiten Grades von mindestens 1:1. Dies ist allerdings abhängig vom industriellen Bereich des Unternehmens.

Die Liquidität zweiten Grades ist Anteilseignern in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche besonders wichtig, da dann die Wahrscheinlichkeit von Worst-Case-Szenarien höher ist.

Sei besonders aufmerksam bei Änderungen der Liquidität zweiten Grades eines Unternehmens, da ein schneller Rückgang die Investoren alarmieren wird.

Halte Ausschau für eine Liquidität zweiten Grades von mindestens 1:1, auch wenn sich dies,abhängig von dem industriellen Bereich des Unternehmens, unterscheidet.

 

Zusammenfassung

In dieser Lektion hast du gelernt, dass...

  • ... die Berechnung der Liquidität zweiten Grades zeigt, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Verbindlichkeiten gut begleichen könnte.
  • ... die Liquidität zweiten Grades misst, wie gut sich ein Unternehmen im Worst-Case-Szenario schlagen würde - beispielsweise, wenn das Unternehmen alle seine Verbindlichkeiten sofort zurück zahlen müsste.
  • ... Anteilseigner generell auf eine Liquidität zweiten Grades von mindestens 1:1 achten. Dies ist allerdings von dem industriellen Bereich des Unternehmens abhängig.