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Liquiditätskoeffizient

Der Liquiditätskoeffizient misst, wie viele seiner kurzfristigen Assets (Bargeld, Inventar und Forderungen) ein Unternehmen verkaufen müsste, um seine kurzfristigen Verbindlichkeiten (Schulden und ausstehende Zahlungen) zu begleichen.

Wie der Liquiditätskoeffizient berechnet wird

Der Liquiditätskoeffizient wird berechnet durch das Dividieren der verfügbaren Assets (das Umlaufvermögen) eines Unternehmens durch seine kurzfristigen Verbindlichkeiten:

Liquiditätskoeffizient = Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten

Ein Beispiel-Unternehmen mit Schulden und Verbindlichkeiten von insgesamt 2 Millionen Euro und einem Umlaufvermögen von insgesamt 5 Millionen Euro hätte einen Liquiditätskoeffizienten von 2,5. Dies bedeutet, dass mit dem Umlaufvermögen dieses Unternehmens 2,5-mal die Verbindlichkeiten bezahlt werden könnten.

Der Liquiditätskoeffizient sagt dir, wie finanzstark ein Unternehmen ist, aber auch wie effizient es seine Assets investiert. Der Liquiditätskoeffizient wird manchmal auch als Liquiditätsverhältnis oder Cash-Asset-Verhältnis bezeichnet.

Ein hoher Liquiditätskoeffizient über 1,5 wird als gut angesehen

Ein Liquiditätskoeffizient von ca. 1,5 wird als solide angesehen und sollte daher die Aktien des Unternehmens unterstützen.

Was als akzeptabel angesehen wird, variiert jedoch abhängig vom Sektor, in dem das Unternehmen arbeitet, wie liquide die Assets sind, wie einfach die Schulden refinanziert werden können und wie es plant, überschüssige Assets zu verwenden.

In der nächsten Lektion zeigen wir dir, wie du dies anwenden kannst.

Ein Liquiditätskoeffizient von 1,5 oder darüber wird als gesund angesehen, was die Aktien des Unternehmens unterstützen sollte.

 

Ein Liquiditätskoeffizient von 1 oder niedriger ist ein schlechtes Zeichen

Ein Liquiditätskoeffizient von 1 oder niedriger kann anzeigen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten haben könnte, seine Schulden und anderen Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Dies macht das Unternehmen ein risikoreicheres Investment. Die Aktien des Unternehmens könnten weniger attraktiv für Investoren sein, da eine Insolvenz ihre Investition vernichten könnte. Dadurch kann der Aktienpreis sinken.

Du musst dir in diesem Fall die Finanzen des Unternehmens genauer anschauen, um zu erkennen, ob das Unternehmen Probleme mit seinen Verbindlichkeiten hat - beispielsweise ob es von den eigenen Kunden innerhalb der Fristen bezahlt wird.

Ein Liquiditätskoeffizient von 1 oder niedriger kann anzeigen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten haben könnte, seine Schulden und anderen Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Dies birgt ein gewisses Risiko einer Insolvenz, ist aber ein geringeres Problem, wenn das Unternehmen sehr liquide Assets hat oder seine Schulden sehr einfach refinanzieren kann.

 

Refinanzierung von Schulden

Versuche auch herauszufinden, wie einfach das Unternehmen seine Schulden refinanzieren kann. Wenn es existierende Schulden mit neuen, langfristigen Schulden ersetzen kann, kann dies dafür sorgen, dass der niedrige Liquiditätskoeffizient den Aktienkurs nicht so stark hinunter drückt, zumindest nicht kurzfristig.

Ein Liquiditätskoeffizient von weniger als 1,5 ist auch ein geringeres Problem, wenn die Assets des Unternehmens sehr liquide sind, wodurch sich diese schnell in Geld umwandeln können.

Das andere Extrem ist ein Liquiditätskoeffizient von 3 oder 4. Dies kann finanzielle Stärke signalisieren, aber könnte auch Bedenken hervorrufen, da das Unternehmen sein Kapital eventuell nicht effektiv investiert.

In diesem Fall solltest du versuchen herauszufinden, ob das Unternehmen wichtige Pläne für seine größere Geldmenge hat - zum Beispiel eine Übernahme -, die dies rechtfertigen und so das Wachstumspotential erhöhen.

Ein Liquiditätskoeffizient von weniger als 1,5 ist ein geringeres Problem, wenn die Assets des Unternehmens schnell in Geld umgewandelt werden kann. Ein Liquiditätskoeffizient von 3 oder 4 kann finanzielle Stärke zeigen, aber kann auch die Sorge aufwerfen, dass das Unternehmen sein Kapital nicht effizient investiert.

 

Zusammenfassung

In dieser Lektion hast du gelernt, dass...

  • … der Liquiditätskoeffizient ein Wert ist, der misst, wie viel seiner kurzfristigen Assets ein Unternehmen brauchen würde, um seine kurzfristigen Schulden und Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.
  • … ein Liquiditätskoeffizient von 1,5 oder höher als gesund angesehen wird, während ein Liquiditätskoeffizient von 1 oder niedriger zeigt, dass das Unternehmen Schwierigkeiten haben könnte, seine Verbindlichkeiten zu bezahlen. Dies birgt das Risiko einer Insolvenz.
  • … ein Verhältnis von 1,5 oder höher zeigen kann, dass ein Unternehmen seine geliehenen Kosten komfortabel managen kann. Dies ist mehr oder weniger wichtig, abhängig von der Konsistenz der Einnahmen eines Unternehmens.
  • ... ein Liquiditätskoeffizient über 3 oder 4 signalisiert stärke, jedoch sollte man beachten, dass ein Unternehmen bei seinen Investitionen ineffizient sein kann.