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Konservative Portfolios - Der Plan

Ein konservatives Portfolio ist eines, das langfristig ausgelegt wird - normalerweise fünf bis zehn Jahre - und besteht hauptsächlich aus großen, etablierten Unternehmen mit stetigen Wachstumsaussichten und relativ niedrigem Risiko.

Dies ist der richtige Portfolio-Typ für dich, wenn du ein minimales Risiko möchtest und entschlossen bist, alles Geld, das du investiert hast, zurückzuerhalten - zum Beispiel um deinen Ruhestand zu finanzieren - und außerdem noch gerne Gewinn mit Dividenden machen willst.

Natürlich gibt es niemals eine Garantie, dass du dein investiertes Geld zurückerhältst, allerdings ist ein konservatives Portfolio das Richtige für Leute, die ihr Geld wachsen sehen wollen, aber auch bereit sind, ein geringes Risiko einzugehen - in Form von Small-Cap oder spekulativen Aktien.

Eine vernünftige Erwartung bezüglich des Wachstums eines konservativen Portfolios liegt bei etwa 6% pro Jahr, obwohl dies natürlich von Jahr zu Jahr innerhalb der "Lebensspanne" variiert.

Ein konservatives Portfolio ist normalerweise für fünf bis zehn Jahre ausgelegt und enthält hauptsächlich große, finanziell stabile Unternehmen in defensiven Sektoren, die eine gute Dividende zahlen.

 

Der Ablauf

Das Erstellen eines konservativen Portfolios nimmt Zeit in Anspruch, Engagement und viel Nachforschung. Trotzdem ist es ein relativ geradliniger Prozess, der in einige einfache Schritte unterteilt werden kann.

Der erste Schritt ist das Entwerfen eines grundlegenden Gerüsts für dein Portfolio: Entscheide dich, auf wie viele Jahre das Portfolio ausgelegt ist und welcher Prozentsatz deines Gesamtinvestments in welchen Sektor und welches Unternehmen investiert werden soll.

Diese Mischung wird das Gesamtrisiko und das wahrscheinliche Wachstum deines Portfolios definieren. Dies wird später in diesem Artikel noch genauer diskutiert.

Der nächste Schritt ist es, die Details auszuarbeiten: Entscheide dich beispielsweise, in welche speziellen Unternehmen du investieren willst, um deine gewünschte Gewichtung in diesem Sektor zu erreichen. Dies wird im nächsten Artikel noch genauer erläutert.

Mache eine Liste deiner Ausgaben

Als konservativer Investor bindest du dich für eine lange Zeit mit dem Ziel, deine Investments langsam, über fünf bis zehn Jahre, wachsen zu sehen.

Wenn du anfängst, dein Portfolio aufzubauen, mache dir als erstes eine Liste über große Ausgaben, die in den kommenden fünf Jahren auf dich zukommen. Lege dieses Geld beiseite, so dass du schnell darauf zugreifen kannst.

Dies wird die Versuchung reduzieren, in dein langfristig ausgelegtes Aktienportfolio einzugreifen, wodurch deine sorgfältige Asset-Balance gestört wird. Außerdem müsstest du noch die Ausführungskosten bezahlen.

Mache regelmäßige Einzahlungen

Sobald dein Portfolio einmal läuft, ist es eine gute Idee, regelmäßig zu investieren. Durch kontinuierliches Zuführen von Geld, anstatt nur einmal im Jahr eine Menge Aktien zu kaufen, kannst du den Preis, zum dem du Aktien kaufst, glätten.

Obwohl das Kaufen von Aktien in großen Mengen die Ausführungskosten reduziert, besteht die Gefahr, dass du am Ende Aktien eines Unternehmens im Wert von $10 000 kaufst, obwohl der Preis an diesem Tag 20% höher war, als der Durchschnittspreis des letzten Jahres.

Auch wenn du dies nur ein paar Mal tust, kann es einen großen, negativen Einfluss auf den Wert deines Portfolios haben.

Eine kontinuierliche Zufuhr von Geld zu deinem Portfolio, anstatt nur einmal im Jahr eine große Menge an Aktien zu kaufen, wird dir helfen, den durchschnittlichen Preis, den du in Aktien investierst, zu glätten.

 

Suche mindestens 15 Aktien aus

Professionelle Investoren sind sich nicht einig darüber, was die optimale Zahl an Aktien für ein gut diversifiziertes Portfolio ist.

Vor zwanzig Jahren wurden zehn verschiedene Unternehmen als ausreichend angesehen, wenn ein Investor sicher gehen will, dass eine schlecht laufende Aktie von anderen aufgefangen wird.

Da die Aktienmärkte aber volatiler geworden sind - wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen einen großen Absturz erleidet, größer geworden ist - ist heutzutage ein Minimum von 15 verschiedenen Aktien die übliche Empfehlung.

Die meisten professionellen Trader empfehlen heutzutage, dass ein Portfolio Aktien von mindestens 15 verschiedenen Unternehmen enthalten sollte, um gut diversifiziert zu sein.

 

Qualität statt Quantität

Obwohl manche Investoren sehr große Portfolios mit über 200 verschiedenen Aktien haben, gibt es einige Analysten, die sagen, dass es kaum Sinn macht, mehr als 40 Aktien zu besitzen.

Sie argumentieren, dass ab diesem Punkt der Vorteil, dass das Risiko durch weitere Aktien reduziert wird, minimal ist.

Allerdings sind sich alle einig, dass es wichtig ist, eine größere Anzahl an verschiedenen Aktien in seinem Portfolio zu haben.

Diversifiziere in verschiedenen Unternehmen

Genauso wie das Investieren in ein breites Spektrum von Sektoren dir hilft, dein Portfolio gegen Abwärtstrends in einem bestimmten Wirtschaftsbereich abzusichern, hilft dir ein breites Spektrum an Aktien auch, dich gegen Fluktuationen einzelner Aktien abzusichern.

Selbst wenn du dein Portfolio sorgfältig ausbalanciert hast und bestimmte Verhältnisse an verschiedenen Industriesektoren eingehalten hast, ist es möglich, dass ein Unternehmen innerhalb eines Industriesektors plötzlich weit unter seinen Erwartungen landet, egal, wie gut du deine Analyse durchgeführt hast. Manchmal kann diese Schwäche auch länger als die Lebensdauer deines Portfolios andauern.

Das Besitzen eines breiten Spektrums an Aktien hilft dir, dich gegen Fluktuationen einzelner Aktien abzusichern.

 

Aktien von BP beispielsweise lagen bei etwas über $60 pro Aktie im März 2007. Im März 2013 lagen sie nur noch bei etwas über $40, was einen Abfall von 33% bedeutet.

Kein Investor hätte das Unglück mit der Ölbohrinsel Deep Water Horizon voraussagen können, das hauptsächlich für den Rückgang der Aktien von BP verantwortlich ist. Trotzdem hätte ein Investor mit einem Fünf-Jahres-Portfolio, der in Aktien von BP investiert hätte, einen großen Schlag hinnehmen müssen, wenn BP mehr als 6% oder 7% seines Portfolios ausgemacht hätte.

Aufbau eines Portfolios

Um das richtige Risiko-Ertrags-Verhältnis für ein konservatives Wachstum zu erhalten, musst du dein Portfolio sorgfältig gewichten. Du musst auch in Bezug auf verschiedene Sektoren und Geographien diversifizieren.

Es folgt nun eine Richtlinie, wie du dein Portfolio diversifizierst, inklusive einer Anzahl verschiedener Unternehmenstypen und verschiedener Sektoren. Beachte, dass es vorkommen kann, dass ein Unternehmen in mehr als eine der folgenden Kategorien fällt.

Aufteilung in Unternehmensgröße

Large-Cap Unternehmen: 60% – 70%

Large-Cap oder so genannte Blue-Chip Unternehmen haben zwar ein niedrigeres Wachstumspotential als Small-Cap Unternehmen und Start-Ups, aber sie sind normalerweise sehr finanzstark, zahlen regelmäßige Dividenden und haben sich bereits in vielen wirtschaftlichen Zyklen bewährt.

Du solltest daher in Betracht ziehen, diese Unternehmen 60-70% deines Portfolios ausmachen zu lassen.

Large-Cap Unternehmen sollten 60-70% deines Portfolios ausmachen.

 

Mid-Cap Unternehmen: 15-20%

Mid-Cap Unternehmen sollten dann jeweils 15-20% deines Portfolios ausmachen. Diese Unternehmen bieten ein besseres Wachstumspotential als Large Cap-Unternehmen, aber trotzdem auch noch genügend Stabilität.

Mid-Cap Unternehmen sollten jeweils 15-20% deines Portfolios ausmachen.

 

Small-Cap Unternehmen: 10%

Diese Arten von Unternehmen stellen ein größeres Risiko dar, aber wenn du einen guten Treffer gelandet hast, können sie deutlich mehr erreichen als der breite Markt und dein Portfolio signifikant anwachsen lassen.

Wert- vs. Wachstumsunternehmen

Wachstumsunternehmen: 15%

Du solltest auch sicher gehen, dass du eine Mischung verschiedener Aktienklassen in deinem Portfolio hast. Wie bereits vorher erwähnt, solltest du eine Mischung aus Wachstums- und Wertaktien besitzen. Diese tendieren dazu, zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich beliebt zu sein.

Wert/Einkommensaktien sollten bis zu 85% deines Portfolios ausmachen. Diese Art von Unternehmen zahlt bessere Dividenden als Wachstumsaktien.

 

Wertunternehmen: 85%

Konservative Investoren tendieren trotzdem dazu, einen größeren Anteil an Wertaktien (auch bekannt als Einkommensaktien) zu besitzen - typischerweise bis zu 85% ihres Portfolios.

Diese Aktien zahlen bessere Dividenden als Wachstumsaktien und sind meistens genau die Blue-Chip Unternehmen, die bereits erläutert wurden.

Defensive vs. zyklische Unternehmen

Defensive Unternehmen: 60-70%

Ein konservatives Portfolio wird normalerweise 60-70% der Aktien aus sogenannten defensiven Sektoren enthalten. Dies sind Industriezweige, deren Güter und Services immer gefragt sind, auch in Zeiten von wirtschaftlicher Schwäche - zum Beispiel Strom, Gas, Wasser oder Pharmazeutika. Das bedeutet, dass der Preis dazu tendiert, auch in schwierigen Zeiten stabil zu bleiben.

Defensive Unternehmen sollten 60-70% deines Portfolios ausmachen.

 

Zyklische Unternehmen: 30-40%

Aber auch zyklische Unternehmen sollten mit einer Gewichtung von 30-40% vertreten sein.

Zyklische Aktien tendieren dazu, in Zeiten eines Wirtschaftswachstums deutlich stärker anzusteigen als der Aktienmarkt - zum Beispiel Aktien von Banken - tendieren jedoch auch dazu, in wirtschaftlich schwachen Zeiten größere Abstürze zu erleiden.

Ein Investor sollte daher die Anfangsanalyse besonders gründlich und vorsichtig durchführen, wenn er sich entscheidet, welche zyklischen Aktien er in seinem Portfolio aufnehmen will. Du solltest nach Unternehmen Ausschau halten, die deutlich bessere Aussichten als ihre Mitstreiter haben, oder starke Bilanzen herausgebracht haben, da dies ein Zeichen ist, dass sie längere Abwärtsphasen besser abfedern können.

Zyklische Unternehmen sollten 30-40% deines Portfolios ausmachen.

 

Inländische und überseeische Unternehmen

Es ist grundsätzlich sicherer, in Unternehmen zu investieren, die an einem inländischen Aktienmarkt gelistet sind. Dies liegt daran, dass im Ausland gelistete Unternehmen Investoren dem Risiko verschiedener Währungen aussetzen und manche Aktienmärkte - zum Beispiel aufstrebende Märkte - deutlich volatiler sind.

Aus diesem Grund bestehen die meisten konservativen Portfolios nur aus Aktien, die im eigenen Land gelistet sind.

Wenn sich konservative Investoren aber doch entscheiden, im Ausland gelistete Aktien zu kaufen, dann entscheiden sie sich im Normalfall für Aktien von sehr etablierten Unternehmen mit großem Marktanteil und konstantem Wachstum - zum Beispiel Coca Cola.

Unternehmen, die im Ausland gelistet sind, können volatiler sein und setzen dich außerdem dem Risiko der Wechselkurse aus.

 

Zusammenfassung

In dieser Lektion hast du gelernt, dass...

  • … ein konservatives Portfolio langfristig ausgelegt ist und hauptsächlich aus großen, etablierten Unternehmen besteht, die konstante Wachstumsaussichten haben. Dies führt ein vergleichsweise kleines Risiko mit sich.
  • … eine rationale Wachstumserwartung an ein konservatives Portfolio ca. 6% pro Jahr ist, wobei dies von Jahr zu Jahr, innerhalb der Lebensspanne, variieren kann.
  • … ein konservativer Investor sich normalerweise für fünf bis zehn Jahre an sein Portfolio bindet.
  • … dir regelmäßige Investitionen dabei helfen können, den Preis, zu dem du Aktien kaufst, zu glätten.
  • … du, um sicher zu gehen, dass dein Portfolio ausreichend diversifiziert ist, mindestens 15 verschiedene Aktien besitzen solltest.
  • … ein konservatives Portfolio normalerweise zu 60-70% aus Large-Cap Aktien besteht und zu 15-20% aus Mid-Cap sowie zu 10% aus Small-Cap Aktien.
  • … konservative Portfolios normalerweise 85% Wertaktien und 15% Wachstumsaktien enthalten.
  • … konservative Portfolios typischerweise aus 60-70% defensiven Aktien und 30-40% zyklischen Aktien bestehen.
  • … konservative Portfolios meist nur aus Aktien bestehen, die im eigenen Land gelistet sind.