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Rohstoffpreise & Währungsschwankungen

Der Preis von natürlichen Rohstoffen wie Erdöl, Holz, Baumwolle oder Gold kann einen dramatischen Einfluss auf den Profit und den Aktienkurs eines Unternehmens haben. Dies hängt davon ab, wie viele dieser Rohstoffe das Unternehmen benötigt oder produziert.

Gleichzeitig können Wechselkurse beeinflussen, wie viel ein Unternehmen für die Waren, die es importiert oder verwendet, bezahlt und wie viel es an den Gütern, die es exportiert oder produziert, verdient. Dies hat Auswirkungen auf den Profit.

Der Preis von natürlichen Ressourcen kann einen dramatischen Einfluss auf den Profit oder den Aktienkurs eines Unternehmens haben. Dies hängt davon ab, wie sehr die Unternehmen auf diese Rohstoffe angewiesen sind. Unternehmen, die viel im- oder exportieren, sind ebenfalls stark abhängig von Wechselkursen.

 

Rohstoff- und Währungsmärkte sind sehr volatil – sogar mehr als Aktienmärkte – und der Preis kann sich sehr schnell ändern.

Aktientrader sollten deswegen immer ein Auge auf beide Märkte haben.

Rohstoffe

Unternehmen, die einen Rohstoff tatsächlich produzieren - beispielsweise Öl- oder Bergbauunternehmen - sind vielleicht am stärksten den Rohstoffpreisen ausgesetzt.

Wenn der Preis des Produktes eines Unternehmens ansteigt, wird dieses wahrscheinlich einen höheren Profit erzielen, wodurch sich der Wert der Aktie erhöht. Wenn sich beispielsweise der Rohölpreis erhöht, tendieren die Aktien von Mineralölunternehmen dazu, deutlich anzusteigen.

Ein Unternehmen, dass für seine Produktion viel Erdöl benötigt, wird aufgrund des gestiegenen Preises wahrscheinlich weniger einnehmen, da die Kosten ansteigen. Die Aktien von beispielsweise Plastikproduzenten fallen oftmals bei steigendem Ölpreis.

Führt man diese Kette fort, so sind auch Unternehmen betroffen, die Plastik für ihre eigene Produktion benötigen. Wenn beispielsweise ein Nahrungsmittelproduzent seine Lebensmittel in Plastik verpackt, so wird die Profitspanne dieses Unternehmens sinken, wenn der Ölpreis und somit auch der Plastikpreis steigen. Dies kann zu einem sinkenden Aktienkurs führen.

Wenn der Preis eines Rohstoffes, den ein Unternehmen produziert, ansteigt, so wird das Unternehmen einen höheren Profit erzielen, wodurch die Aktien im Wert steigen können.

 

Unternehmen haben die Möglichkeit, die höheren Kosten an die Verbraucher in Form von höheren Preisen weiterzugeben. Dies kann allerdings die Nachfrage nach ihren Produkten reduzieren, was sich negativ auf die Gewinne und auch auf den Aktienkurs auswirken kann.

Im Gegenzug: Wenn der Preis eines Rohstoffes, den ein Unternehmen vielfach nutzt, fällt, so fallen auch die Produktionskosten, wodurch Profit und Aktie steigen, während das Unternehmen, dass diesen Rohstoff produziert, niedrigere Gewinne verzeichnet und die Aktie deswegen fällt.

Indexgewichtung

Für Investoren, die Aktienmarkt-Indizes traden oder diese verfolgen, ist es auch wichtig zu wissen, dass große Unternehmen im Bereich Bergbau oder natürliche Rohstoffe für einen großen Teil des Wertes solcher Indizes, wie dem FTSE 100, verantwortlich sind.

Jede Änderung im Rohstoffpreis führt daher zu großen Änderungen im Gesamtniveau der Aktienmärkte. Dies kann die Risikobereitschaft von Tradern in Bezug auf Aktien beeinflussen, egal ob diese Unternehmen Rohstoffe produzieren oder nicht.

Quer und vernetzt denken

Aktientrader müssen quer und vernetzt denken, wenn sie Rohstoffpreise beobachten, denn die Beziehungen zwischen natürlichen Ressourcen und den Aktien von Unternehmen, die mit diesen Rohstoffen arbeiten, sind nicht immer offensichtlich.

Versuche quer und vernetzt zu denken, wenn du die Rohstoffmärkte beobachtest - die Beziehung zwischen natürlichen Ressourcen und den Aktien der Unternehmen, die mit diesen arbeiten, ist nicht immer offensichtlich.

 

In der folgenden Auflistung siehst du einige wichtige Rohstoffe und die Art von Unternehmen, auf die sie Einfluss haben könnten:

  • Öl: Rohöl und verwandte Ölprodukte wie Diesel und Petrolöl sind ein großer Kostenfaktor für viele verschiedene Industriezweige. Dies liegt daran, dass diese Petrochemikalien für die Herstellung vieler Produkte verwendet werden - von Reifen über Asphalt bis zu den meisten Sorten von Plastik. Alle Unternehmen nutzen Energie oder Treibstoff, selbst zum Heizen des Werkgeländes, während andere - zum Beispiel Speditionen - einen noch größeren Anteil an Öl verbrauchen.
  • GOLD: GOLD wird für Schmuck verwendet, hat aber auch industrielle Anwendungsgebiete, zum Beispiel bei Medizinprodukten oder Gläsern. Es spielt des Weiteren eine einzigartige Rolle in der Ökonomie als praktische Währung und als Asset, das die Investoren bei schwächelnder Wirtschaft als sicher ansehen. Dies macht den Preis sehr volatil.
  • Holz: Dies ist ein großer Kostenfaktor für Bauunternehmen, aber auch für jede andere Firma, die expandiert und neue Geschäfte, Fabriken oder Restaurants baut.
  • Baumwolle: Modedesigner benutzen viel Baumwolle, aber sie wird auch für Möbel, Bettwäsche und sogar Kaffeefilter benötigt. Diese Kosten werden auch an den Verbraucher weitergegeben.
  • Weizen: Weizen wird benötigt, um alltägliche Waren wie Müsli oder Brot zu produzieren. Daher sind Lebensmittelhersteller, Supermärkte und Lebensmittelhändler sehr vom Weizenpreis abhängig.
  • Getreide: Getreide wird deutlich mehr genutzt, als die meisten Konsumenten denken - beispielsweise für Reifen, als Baumaterial oder für Biokraftstoffe wie Ethanol. Hersteller und Verkäufer sind daher von Preisschwankungen betroffen.
  • Kaffee: Kaffeeproduzenten und Coffee-Shop Ketten sind offensichtlich vom Kaffeepreis abhängig, aber auch die meisten Restaurants, Supermärkte und Lebensmittelhändler sind von Preisschwankungen beim Kaffee betroffen.

Währungen

Praktisch alle Unternehmen sind den Schwankungen des Währungsmarktes ausgesetzt, was sich auf ihren Profit und ihren Aktienwert auswirkt.

Die am stärksten betroffenen Unternehmen sind die, die viele Waren im- oder exportieren.

Beispiel: Ein Unternehmen mit Sitz in Großbritannien stellt Autoteile her und exportiert sie nach Europa. Es wird für seine Güter wahrscheinlich in Euro bezahlt werden. Viele seiner Kosten jedoch - seien es Löhne, Energiekosten oder die Standortskosten - müssen in Pfund bezahlt werden. Das Unternehmen wird wahrscheinlich auch viel Metall oder Gummi zur Herstellung der Autoteile aus Übersee importieren. Diese muss es in US Dollar bezahlen.

Wenn sich der Wert des US Dollar gegenüber dem Pfund erhöht, so werden die Einnahmen des Unternehmens wahrscheinlich sinken, genauso wie der Aktienkurs. Wenn der Preis des Euro hingegen gegenüber dem Pfund steigt, so werden die Einnahmen des Unternehmens, genauso wie der Aktienkurs, wahrscheinlich steigen.

Wenn ein Unternehmen für die importierten Waren in US Dollar bezahlt, für die exportierten Waren aber Euro erhält, können Profit und Aktienkurs sinken, falls der US Dollar gegenüber dem Euro an Stärke gewinnt.

 

Indirekte Effekte

Selbst Unternehmen, die nicht direkt Waren im- oder exportieren, sind von schwankenden Wechselkursen betroffen.

Beispiel: Ein Kleinverkäufer in Großbritannien kauft seine Produkte nur von heimischen Großhändlern und Herstellern, anstatt diese selbst zu importieren.

Selbst wenn das Produkt, dass der Kleinhändler kauft, nicht im Ausland produziert wurde - beispielsweise ein Handy -, so ist doch sehr wahrscheinlich, dass viele Einzelteile dort produziert wurden.

Um bei diesem Beispiel zu bleiben: Wenn der Pfund gegenüber der Währung des Landes, in dem diese Einzelteile produziert wurden (beispielsweise Südkorea oder Taiwan), schwächelt, so wird das Produkt in Großbritannien teurer.

Dies könnte die Nachfrage der britischen Konsumenten nach diesem Telefon dämpfen, wodurch die Einkünfte des Kleinhändlers ebenfalls leiden.

 

Zusammenfassung

In dieser Lektion hast du gelernt, dass...

  • ... der Preis von natürlichen Rohstoffen wie Erdöl, Holz, Baumwolle oder GOLD einen dramatischen Effekt auf den Profit eines Unternehmens und dessen Aktienkurs haben kann. Dies hängt davon ab, wie viel dieser Rohstoffe das Unternehmen verbraucht oder produziert.
  • ... schwankende Wechselkurse beeinflussen, wie viel ein Unternehmen für den Import seiner Waren bezahlt und wie viel es am Export seiner Produkte verdient - auch dies hat Auswirkungen auf den Profit und den Aktienkurs.
  • ... Rohstoff- und Währungsmärkte sehr volatil sind, wodurch sich der Preis schnell ändern kann. Trader sollten deshalb immer ein Auge auf diese beiden Märkte haben.
  • ... das Unternehmen mehr verdient und der Aktienkurs steigt, wenn der Preis eines Rohstoffes, den das Unternehmen produziert, steigt.
  • ... der steigende Preis eines Rohstoffes, den das Unternehmen für die Produktion benötigt, zu niedrigeren Gewinnen und damit auch zu niedrigeren Aktienkursen führen kann.
  • ... Aktientrader quer und vernetzt denken müssen, wenn sie die Rohstoffpreise beobachten. Dies liegt daran, dass die Zusammenhänge zwischen manchen natürlichen Ressourcen und den Aktien von Unternehmen nicht immer offensichtlich sind.
  • ... Unternehmen, die viele Güter im- oder exportieren, sehr anfällig für Schwankungen der Wechselkurse sind.
  • ... ein Unternehmen, dass die Importe in US Dollar bezahlt, für die Exporte aber in Euro bezahlt wird, mit niedrigerem Profit und fallenden Aktienkursen rechnen muss, wenn der US Dollar gegenüber dem Euro an Stärke zulegt. Der Profit und der Aktienkurs dieses Unternehmens können steigen, wenn der US Dollar gegenüber dem Euro schwächelt.
  • ... ein Unternehmen, dass ein Produkt verkauft, dessen Einzelteile im Ausland angefertigt werden, ebenfalls anfällig gegenüber Kursschwankungen ist. Wenn die Währung des Landes des Unternehmens gegenüber der Währung des Landes, dass die Einzelteile herstellt, schwächelt, kann dies zu Profiteinbußen und fallenden Aktienkursen des Unternehmens führen.