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01. Die Idee hinter der Beginner-Strategie

Mit unserer Forex-Trading Beginner-Strategie hast du einen Einstieg in die Welt des Forex-Trading. Du hast gelernt ein Chart zu lesen und deinen Trade einzugeben. Die Strategie folgt dem Ansatz "Learning by doing", weshalb wir dir gesagt haben, was du machen sollst, aber nicht warum.

So haben wir zum Beispiel Fractals als Entscheidungshilfen genutzt, ohne dir aber zu verraten, warum dies funktioniert und was Fractals eigentlich sind. In dieser Lektion erklären wir deshalb die Idee und die Prinzipien, auf denen die Forex Beginner-Strategie basiert und hoffen dir so ein besseres Verständnis zu geben, warum sie funktioniert.

Fractals kündigen eine Kursumkehr an

Fractals sind ein Indikator, der signalisiert, dass sich der Markttrend umkehren könnte.

Wenn sich ein Fractal auf einem Chart bildet, hat eine bestimmte Kursbewegung stattgefunden und eine Kursumkehr ist wahrscheinlich.

Wenn sich ein Up-Fractal bildet, dann hat sich Folgendes ereignet:

  1. Der Kurs hatte zunächst zwei Hochpunkte – die Käufer haben also zweimal versucht den Kurs nach oben zu treiben.
  2. Der Kurs hatte noch einen höheren Hochpunkt – die Käufer haben also noch einen stärkeren Versuch unternommen, den Kurs in die Höhe zu treiben.
  3. Der Kurs hatte danach wieder zwei niedrigere Hochpunkte – die Käufer haben noch zwei weitere Versuche unternommen den Kurs zu steigern, aber konnten ihn nicht so weit nach oben treiben wie in den vorherigen drei Versuchen.

Hier siehst du die beschriebene Kursbewegung auf einem Chart:

  1. Zwei Hochpunkte
  2. Der höhere Hochpunkt
  3. Zwei niedrigere Hochpunkte

Dies ist ein sehr übliches Muster an den Märkten. Deshalb setzt deine Trading-Software ein Fractal über den höchsten Hochpunkt, wenn er auftritt.

Die Käufer haben also in diesem Fall nicht weniger als fünfmal versucht den Kurs wesentlich nach oben zu treiben. Allerdings war der Verkaufsdruck zu groß, was darauf hinweist, dass die Verkäufer die Kontrolle haben und es damit wahrscheinlich ist, dass eine Umkehr hin zu einem fallenden Markt bevorsteht.

Wenn sich ein Down-Fractal bildet, liegt genau der umgekehrte Fall vor:

  • Der Kurs hatte zunächst zwei Tiefpunkte – die Verkäufer haben also zweimal versucht den Kurs nach unten zu treiben.
  • Der Kurs hatte noch einen tieferen Tiefpunkt – die Verkäufer haben also noch einen stärkeren Versuch unternommen, den Kurs nach unten zu treiben.
  • Der Kurs hatte danach wieder zwei höhere Tiefpunkte – die Verkäufer haben noch zwei weitere Versuche unternommen den Kurs zu senken, aber konnten ihn nicht so weit nach unten treiben wie in den vorherigen drei Versuchen.

Die Verkäufer haben also in diesem Fall nicht weniger als fünfmal versucht den Kurs wesentlich nach unten zu treiben. Allerdings war der Kaufdruck zu groß, was darauf hinweist, dass die Käufer die Kontrolle haben und es damit wahrscheinlich ist, dass eine Umkehr hin zu einem steigenden Markt bevorsteht.

Trading-Plattformen greifen manchmal vor

Forex Trading-Software, wie z.B. MT4, zeigen bereits ein Fractal an, während sich das entsprechende Muster noch bildet. Das Fractal wird in das Chart gesetzt sobald sich das höchste Hoch beziehungsweise tiefste Tief gebildet hat ohne zu warten bis das Muster vollständig ist. Es weist dich also darauf hin, dass sich das Muster gerade bildet. Da es jedoch noch nicht vollständig ist, musst du trotzdem immer noch warten bis sich auch die letzten beiden Candles gebildet haben, ohne dass das Fractal wieder verschwindet.

Warum warten wir darauf, dass der Kurs das Fractal durchbricht?

Wenn also ein Down-Fractal angezeigt wird, deutet das darauf hin, dass eine Kursumkehr bevorstehen könnte. Dies bedeutet, dass die Verkäufer versucht haben den Kurs nach unten zu treiben, der Kaufdruck dafür aber zu stark war.

Deshalb werden nun viele Trader Buy-Positionen öffnen. Dies macht auch Sinn, da das Kursverhalten gezeigt hat, dass eine Umkehr hin zu einem steigenden Markttrend wahrscheinlich ist. Die Trader, die jetzt Buy-Positionen geöffnet haben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Stop-Loss irgendwo unterhalb des Fractals und des Tiefstpunktes des zugehörigen Candlesticks platzieren.

  1. Das Fractal deutet auf eine Kursumkehr nach oben hin.
  2. Wahrscheinliche Gelegenheit long in den Markt einzusteigen, nachdem sich das Fractal gebildet hat.
  3. Wahrscheinliche Position des Stop-Losses unterhalb des Fractals.

Wenn du kaufst, funktioniert dein Stop-Loss im Grunde wie eine Sell-Order – deine Position wird geschlossen, indem das Asset, das du gekauft hast, wieder verkauft wird.

Wenn also der Kurs das Level der Stop-Losses erreicht und darunter fällt, werden diese ausgelöst. Dies erhöht den Verkaufsdruck im Markt noch weiter, was es sehr wahrscheinlich macht, dass der Markt daraufhin noch weiter fällt.

  1. Down-Fractal, welches vom Kurs durchbrochen wurde
  2. Unter dem zusätzlichen Verkaufsdruck fällt der Kurs noch weiter.

Wir warten also darauf, dass das Fractal durchbrochen wird, weil das Fractal an sich schon ein starkes Signal ist, dass sich der Markttrend umkehrt, aber ein durchbrochenes Fractal somit ein noch viel stärkeres Signal ist, dass sich der aktuelle Markttrend fortsetzt. Das ist der Grund, weshalb wir durchbrochene Fractals nutzen, um den Markttrend und den Zeitpunkt des Markteintritts zu bestimmen.

Pivot-Punkte kommen nicht von ungefähr

Pivot-Punkte sind Kurs-Level, die aus den Kursbewegungen des Vortages berechnet werden. Sie werden von vielen Trader (z.B. auch von Banken und anderen Finanzinstituten) genutzt, um in den Forex-Markt ein- und auszusteigen.

Pivot-Punkte werden mit den Daten des Vortages berechnet

Um Pivot-Punkte zu bestimmen, musst du den Durchschnitt aus Höchstkurs (H für "high price"), Tiefstkurs (L für "low price") und Schlusskurs (C für "closing price") des Vortages berechnen:

(H+L+C)/3

Damit hast du nun den Durchschnitt aus den drei wichtigsten Kursständen des Vortages. Wenn sich der Kurs nun über diesem Durchschnitt bewegt, dann ist anzunehmen, dass ein größerer Kaufdruck im Markt herrscht. Gleiches gilt umgekehrt, wenn der Kurs sich unterhalb des Durchschnitts bewegt.

Aus diesem Grund sagt man, dass dieses Kurs-Level – genannt Haupt-Pivot oder Tages-Pivot – der Punkt ist, um welchen der Markt “pivotiert”, also hin und her pendelt. Daher kommt auch der Name Pivot-Punkt, du kannst ihn dir als den zentralen Punkt des Marktes vorstellen.

Das heißt also, dass wenn sich der Kurs dem Pivot-Punkt von unten nähert, Verkäufer dies wahrscheinlich zum Anlass nehmen um den Kurs wieder nach unten zu treiben. Andersherum würden Käufer versuchen den Kurs wieder nach oben zu treiben, wenn sich der Kurs dem Pivot-Punkt von oben annähert. Natürlich ist es möglich, dass Verkäufer und Käufer den Kurs über einen Pivot-Punkt hinaus treiben, aber in der Regel dient er als Höchst- und Tiefstkurs, an dem der Kurs stoppt sobald er ihn erreicht.

Die anderen Pivot-Punkte, R1, R2, R3 und S1, S2 und S3, und die mittleren Pivot-Punkte, genannt M1, M2, etc., werden alle auf Grundlage des Tages-Pivot berechnet.

Auf dem folgenden Chart siehst du die Pivot-Punkte eingezeichnet:

Käufer und Verkäufer verwenden Pivot-Punkte, um in den Markt einzusteigen

Wenn der Kurs eines dieser Kurslevel erreicht, werden wahrscheinlich Trader anfangen zu verkaufen, wenn sich der Kurs von unten angenähert hat, oder zu kaufen, wenn er sich von oben angenähert hat.

Im folgenden Chart wird gezeigt, wie der Kurs in einem Markt mit Aufwärtstrend reagiert, wenn er sich um den Pivot-Punkt herumbewegt und Trader verkaufen beziehungsweise ihre Buy-Positionen schließen. Die grünen Flächen im Chart zeigen die Bereiche, in welchem der Kurs die Pivot-Level erreicht.

Das Pivot-Level 1 hält den Kurs davon ab noch weiter zu fallen. Wenn der Kurs jetzt wieder bis zum zweiten Pivot-Level steigt, gezeigt in 2, kannst du sehen wie sich die Kursbewegung verlangsamt und es so scheint, als ob der Kurs es nicht schafft über dieses Level hinaus zu steigen. Das zeigt, dass die Verkäufer über einen gewissen Zeitraum hinweg bei diesem Kurs-Level in den Markt eingestiegen sind. Nachdem der Kurs dann letztendlich weiter gestiegen ist und das dritte Pivot-Level erreicht hat (gezeigt in 3), stoppt er erneut, da wiederum Käufer ihre Positionen geschlossen und Verkäufer neue Positionen geöffnet haben.

Wenn du dir nun der Tatsache bewusst bist, dass sich die Mehrheit der Trader beim Treffen der Trading-Entscheidungen (sprich wann sie kaufen und verkaufen) an Pivot-Punkten orientiert, ist es offensichtlich, dass der Kurs sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch wirklich um diese Punkte herum bewegen wird. Dieses Wissen impliziert zwei Sachen:

  1. Wenn der Kurs einen Pivot-Punkt erreicht, ist es sehr wahrscheinlich, dass er sich nicht in die gleiche Richtung weiterbewegt.
  2. Andere Trader warten mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf, dass der Kurs dieses Kurs-Level erreicht bevor sie mit dem Traden beginnen, was es noch wahrscheinlicher macht, dass dies auch wirklich eintritt.

Aus diesem Grund eignen sich Pivot-Punkte exzellent als Gewinnziele.

Das Betrachten mehrerer Time Frames kann zu besseren Ergebnissen führen

In der Forex Beginner-Strategie wird vom Prinzip der Multiple Time Frame Analyse Gebrauch gemacht, da dies das Risiko deines Trades verringern und die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Trades erhöhen kann.

Die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen

Wenn du weißt, was in einem größeren Time Frame passiert, kannst du präzisere Entscheidungen treffen, wenn du nach Trading-Gelegenheiten in einem kleineren Time Frame suchst.

Gibt es zum Beispiel einen Langzeit-Trend im größeren Time Frame, dann hast du in einem kleineren Time Frame eine höhere Wahrscheinlichkeit einen profitablen Trade zu machen, wenn du dort in die gleiche Richtung tradest.

Genau das ist die Idee, die hinter der Multiple Time Frame Analyse in der Beginner-Strategie steckt. Wenn du dir das Chart mit dem 30 Minuten Time Frame anschaust, siehst du mehr als nur einen Zeitraum von 30 Minuten. Du beobachtest vielmehr mindestens die Kursbewegung des letzten Tages oder sogar mehr.

Das bedeutet, dass du dir den generellen Markttrend über die letzten Stunden hinweg anschaust und diesem dann mit deinem Trade folgst.

Natürlich ist es nicht immer einfach den Markttrend eindeutig zu bestimmen. Aus diesem Grund verwenden wir auch die Fractals, die ein stärkeres Signal geben, sobald sie durchbrochen werden.

Die grüne Fläche zeigt den gleichen Zeitraum im 30 Minuten und im 5 Minuten Chart.

 

Die folgenden zwei Charts zeigen den exakt gleichen Zeitraum und die gleiche Kursbewegung auf dem 30 Minuten und dem 5 Minuten Chart. Die grüne Fläche symbolisiert dabei den genauen Zeitpunkt, den wir beobachten. Im 30 Minuten Time Frame kannst du sehen, dass es einen Aufwärtstrend im Markt gibt. Dies wird sogar noch durch das Up-Fractal 1 bestätigt, das in 2 durchbrochen wird.

  1. Up-Fractal wird durchbrochen
  2. Das Durchbrechen des Up-Fractals deutet auf einen Aufwärtstrend hin

Wenn wir also jetzt long gehen, dann traden wir mit dem Markttrend und haben damit eine höhere Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Trade. Dabei können wir nun noch in einen kleineren Time Frame gehen, um die genaue Einstiegs-Gelegenheit zu bestimmen.

Das folgende Chart zeigt den gleichen Zeitraum auf dem 5 Minuten Chart. Folgt man den Prinzipien der Beginner-Strategie, warten wir jetzt auf ein durchbrochenes Down-Fractal 1, gefolgt von einem durchbrochenen Up-Fractal 2, was den Zeitpunkt des Einstiegs vorgibt.

  1. Down-Fractal und dessen Durchbruch
  2. Up-Fractal und dessen Durchbruch, welcher den Zeitpunkt des Markteinstiegs symbolisiert

Jetzt kannst du also der Richtung des Markttrends folgen und den potenziellen Gewinn deines Trades maximieren.

Das Risiko reduzieren

Wenn du in das 5 Minuten Chart wechselst, siehst du einen wesentlich kleineren Zeitraum als im 30 Minuten Chart.

Weiterhin wirst du feststellen, dass die Kursbewegungen im 30 Minuten Chart wesentlich stärker sind als im 5 Minuten Chart. Deshalb sind auch die Candles im 5 Minuten Time Frame wesentlich kürzer als sie in einem 30 Minuten Time Frame wären.

Die Beginner-Strategie sieht vor, dass du deinen Stop-Loss an die Spitze deines Down-Fractals plazierst, wenn du long gehst, und an die Spitze deines Up-Fractals, wenn du short gehst. Da die Candles in einem 5 Minuten Chart kürzer sein werden als ein einem 30 Minuten Chart (die Kursbewegungen sind kleiner), ist die Position deines Stop-Losses auch näher an deinem Einstiegskurs als sie gewesen wäre, wenn du ausschließlich ein 30 Minuten Chart verwendet hättest.

Die grüne Fläche zeigt den gleichen Kursstand und Zeitpunkt im 30 Minuten und 5 Minuten Chart.

 

Die folgenden zwei Charts verdeutlichen dies. Die grüne Fläche zeigt wiederum die gleiche Kursbewegung und Zeitraum im 30 Minuten und 5 Minuten Chart. Auf dem 30 Minuten Chart wärst du nach dem Durchbrechen des Up-Fractals in number_1 in den Markt eingestiegen. Den Stop-Loss hättest du dann an die Spitze des Down-Fractals 2 platziert. Wie du siehst, ist dies ein beträchtliches Stück von deinem Einstiegskurs 1 entfernt. Wie in 3 gezeigt mehr als 65 Pips.

2. Letztes Down-Fractal an dessen Spitze der Stop-Loss platziert worden wäre, wenn du den Trade nur mit dem 30 Minuten Chart ausgeführt hättest.

1. Durchbrechen des Up-Fractals

Der folgende fünf Minuten Chart zeigt, wenn du auf einen guten Einstiegszeitpunkt wartest, kannst du in die aktuelle Marktrichtung traden. Der Einstieg, welcher unter 2 gekennzeichnet ist, ist jedoch eine kürzere Distanz zum letzten Down-Fractal, gekennzeichnet als 1, als auf dem 30 Minuten Chart. Die Distanz, gekennzeichnet unter 3 ist nur 12 Pips entfernt, also ein deutlich geringeres Risiko als 65 Pips auf dem 30 Minuten Chart.

  1. Letztes Down-Fractal für den Stop-Loss
  2. Bruch des Fractals signalisiert den Long-Einstieg

Du hast also das Risiko durch das Verwenden des kleineren Time Frames stark verringert, aber dabei gleichzeitig auch durch das Traden mit dem Markttrend deine Chancen auf einen profitablen Trade erhöht und damit die jeweiligen Vorteile der beiden Time Frames kombiniert.

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